Heilwirkung Holunderblüten
Holunderblüten helfen nachgewiesenermaßen bei Erkältung, Nieren- und Blasenleiden und zur Stärkung des Immunsystems. Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Phytosterine sowie Schleimstoffe machen sie so wertvoll für unsere Gesundheit. Ihre Schweiß-treibende Wirkung habe ich mir selbst schon während Erkältungen oft und erfolgreich zu Nutze gemacht.
Verwendung Holunderblüten
Die Blüten lassen sich auf vielfältige Weise verarbeiten z.B. zu Hollerküchlein, als Sirup, Gelee, Limonade oder Tee. In Milch eingelegt können sie sogar einen wohlduftenden und guten Badezusatz für fahle Haut ergeben.
Sie sollten bei trockener und warmer Witterung gesammelt werden, da so die Wirkstoffe am konzentriertesten sind. Kleiner Trick: Die Dolden auf ein gelbes Papier legen, um Insekten aus den Blüten zu locken. Auf diese Weise müssen die Blüten nicht gewaschen werden, um die wertvollen Inhaltsstoffe nicht auszuwaschen.
Für Tee können die Blüten einfach als Dolde trocknen. Die Blüten fallen dann von alleine ab und können in der Winterzeit als Tee getrunken werden.
Rezepte
Holunderblütensirup (1,5L)
Zutaten
- 20 Holunderblüten
- 1kg Zucker
- 25g Zitronensäure
- 1 Bio Zitrone
- 1,5 L Wasser
Zubereitung
- 1,5 Liter Wasser mit Zucker und Zitronensäure gründlich aufkochen.
- Gewaschene Zitrone in Scheiben schneiden
- Zitronenscheiben und Holunderblüten in ein großes Gefäß schichten und anschließend mit dem heißen Sirup übergießen.
- Behälter verschließen und 3 Tage ziehen lassen. Dabei immer wieder mal umrühren.
- Durch Mulltuch abgießen und nochmal aufkochen. Heiß abfüllen. Dunkel und kühl hält der Sirup sich problemlos ein Jahr.
Mit Mineralwasser ergibt er ein erfrischendes Getränk, kann aber auch als Zusatz zu Desserts verwendet werden. Ein Rezept für Kuchen findest Du auf meinem Blog, sowie ein weiteres leckeres Rezept für ein Dessert.

Holunderblüten-Kuchen (20er Form)
Zutaten
- 125 g weiche Butter
- 200 g Kristallzucker / Xylit
- 3 Eier
- 1 Prise Salz
- 300 g Dinkelmehl
- 2 TL Backpulver
- 100 ml Vollmilch
- 60 ml Holunderblütensirup, plus etwas mehr für den Guss
- 1 Kaffeebecher Puderzucker /gemahlender Xylit
Zubereitung:
- Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Gugelhupfform gründlich einfetten.
- Butter und Zucker in einer großen Schüssel hellcremig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren, bis sie sich gut mit der Butter verbunden haben.
- In einer separaten Schüssel Mehl, Salz und Backpulver sieben. Holunderblütensirup und Milch in einem Glas mischen.
- Die Mehlmischung abwechselnd mit der Holundermilch zur Buttermischung geben und gut einrühren, aber nicht zu stark mixen.
- Den Teig in die Gugelhupfform füllen und glattstreichen. Etwa 30 Minuten backen, bis der Kuchen goldbraun ist – die Stäbchenprobe nicht vergessen. Den Kuchen vollständig abkühlen lassen.
- Puderzucker mit 1-2 EL Holunderblütensirup vermischen, um einen Guss herzustellen. Den Kuchen aus der Form nehmen und mit dem Zuckerguss überziehen.

Holunderblütencreme
Zutaten
- 20-30 Dolden Holunderblüten (20 größere oder 30 kleinere Dolden)
- 500 ml Schlagsahne
- 250 ml Quark
- 250 ml saure Sahne
- 70 g Staubzucker ca. 12 TL
- ½ Zitrone ausgepresst
Zubereitung
- Einen Tag vor der Zubereitung die Holunderblüten pflücken und die Blüten von den Stängeln abzupfen.
- Die Holunderblüten mit der flüssigen Schlagsahne in einer Schüssel vermischen und etwa 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
- Anschließend die Holunderblüten durch ein Sieb abseihen; die Blüten werden nicht mehr benötigt.
- Die Schlagsahne mit Puderzucker oder gemahlenem Xylit steif schlagen.
- Quark mit saurer Sahne und Zitronensaft verrühren und dann die Schlagsahne unterheben.
- Die Creme sofort genießen oder für eine festere Konsistenz eine Stunde kaltstellen.





